„Dir gehört mein Lob“ Adventskirche in Scholven erstrahlt bei lebendigem Open Air Gottesdienst

Von Frauke Haardt-Radzik

GELSENKIRCHEN – 3 Grad, durchziehende Kälte und es nieselt ein wenig: Das schreckt die gut 40 Teilnehmer des Worship – Gottesdienstes vor der Adventskirche in Gelsenkirchen – Scholven keineswegs ab.

Die Mützen tief ins Gesicht gezogen, in dicke Wolldecken gehüllt und überall strahlende Gesichter: Dieser Gottesdienst ist für alle etwas Besonderes.

Die Kirche ist in bunten Farben angestrahlt, auf Tischen stehen Kannen mit heißem Tee und Kakao, wer mag, füllt sich davon in mitgebrachte Becher.

Diese besondere Gottesdienstform gibt es hier nun schon seit etwa drei Jahren. Zunächst fand sich eine kleine Band zusammen. „Jeder Mensch hat andere Wege zu Gott zu finden und uns eint die Musik und der Lobpreis. Wir fühlen Gottes Nähe, wenn wir zusammen musizieren und Lobpreislieder singen. Das gibt mir Ruhe und Kraft für den Alltag“,  beschreibt Bandmitglied und Gitarrist Thorsten Korndörfer die Idee, die dahinter steckt.

Zunächst gestaltete die Band einmal im Monat einen Sonntagsgottesdienst musikalisch mit, irgendwann kam die Idee zu solch einem Worship -, also Lobpreis - Gottesdienst auf. Und seit der Corona – Pandemie finden diese nun alle drei Monate an der frischen Luft vor der Adventskirche statt.

„Dieser Wechsel zwischen Singen und Vortrag, also ich hatte etwas anderes erwartet und bin sehr beeindruckt. Es war so besinnlich und ich konnte gut zur Ruhe kommen!“ Diese junge Frau will auf jeden Fall auch beim nächsten Mal wieder dabei sein.

Zehn Lieder stehen an diesem Abend auf der Liste, werden per Beamer gut sichtbar für alle an die Kirchenwand projiziert. Zwischendurch treten Gemeindeglieder nach vorn, geben persönliche Impulse, sprechen Gebete. „Ich finde es klasse, Menschen dazu zu motivieren über sich und Gott nachzudenken“, freut sich Thorsten Korndörfer.  Und immer von Laien gestaltet, dadurch soll der Glaube besonders lebendig ausgedrückt werden.

„Dir gehört mein Lob“ singen alle Anwesenden mit und in den hell erleuchteten Fenstern der Wohnhäuser drum herum sieht man hier und da Menschen, die den Open Air Gottesdienst aus der warmen Stube verfolgen.

Zum Schluss erteilt Gemeindepfarrer Matthias Siebold allen den Segen.

Dieser besondere Gottesdienst geht zu Ende, die Menschen bleiben noch. „Ich komme regelmäßig hierher, mir gefällt das gemeinsame Singen und hinterher bleiben wir zusammen, reden miteinander, essen und trinken etwas.“ So wie dieser ältere Teilnehmer scheinen sich auch die Jüngeren und ganz Kleinen hier in der Gemeinschaft geborgen zu fühlen, mittendrin in ihrer Gemeinde.

 

Text und Fotos: Frauke Haardt-Radzik

Bildunterschriften

Foto 1+2: Gut 40 Teilnehmer ließen sich durch Kälte und Nieselregen nicht abschrecken und kamen zum Open Air Gottesdienst vor der Adventskirche zusammen.

Foto 3+4: Die Band um Kathrin Siebold am Keyboard und Thorsten Korndörfer an der Gitarre gestaltet den musikalischen Rahmen dieser Worship – Gottesdienste.

Foto 5+6: Weithin sichtbar wird die Adventskirche zu den Open Air Gottesdiensten bunt angestrahlt und die Liedtexte werden per Beamer an die Kirchenwand projiziert.